Sommerthemen:

 

Hitze

Jedes Jahr sind Menschen immer wieder überrascht, dass im Sommer die Temperaturen steigen können und für ihre, im Auto zurückgelassenen Kinder und Vierbeiner zur Todesfalle werden. Auch heuer kamen bei einzelnen Hitzetagen wieder Kleinkinder und Hunde in lebensgefährliche Situationen, aus denen sie nur mit Brachialgewalt gerettet werden konnten und für viele Hunde kam leider jede Hilfe zu spät.

Bitte nehmen Sie sich das zu Herzen! Danke!

Hitzeentwicklung im geschlossenen Auto

 

HOT SPOT


Was ist ein "Hot spot"?

Bei einem "Hot spot" (übersetzt "heißer Punkt") handelt es sich um eine bakterielle Hautentzündung (Pyodermie), die sehr schnell und plötzlich – oft über Nacht – auftritt. Man unterscheidet hierbei zwei Formen, die häufig erst nach lokalem Scheren der betroffenen Stellen zu unterscheiden sind.

Oberflächlicher "Hot spot"

Der oberflächliche "Hot spot" (pyotraumatische Dermatitis) tritt als Reaktion auf eine lokale Reizung oder kleine Verletzung (siehe unter "Ursachen und Auslöser") in den oberen Hautschichten auf. Die betroffene Stelle schmerzt nicht oder nur wenig, erzeugt aber einen starken Juckreiz (Pruritus). Der Hund reagiert hierauf dementsprechend mit heftigem Lecken, Beißen und/oder Kratzen, so dass sich sekundär eine heftige bakterielle Entzündung einstellt. Der oberflächliche "Hot spot" ist durch einen runden bis ovalen, gut abgegrenzten – häufig später haarlosen – Bereich mit meist rotem Rand gekennzeichnet, der entzündungsbedingt gelbliche Flüssigkeit (Blutbestandteile aus den Kapillaren) absondert. Man nennt dies "Exsudation". Das Fell ist hierdurch lokal begrenzt verklebt, da es feucht bzw. nass ist. Zudem geht in der Regel ein unangenehm intensiver Geruch hiermit einher.

Tiefer "Hot spot"

Beim tiefen "Hot spot" (pyotraumatische Follikulitis) sind, wie der Name schon sagt, im Gegensatz zum oberflächlichen "Hot spot" tiefere Hautschichten betroffen. Hier kommt es infolge von Reizungen oder kleinen Verletzungen zu einer Haarbalgentzündung (Follikulitis/Furunkulose), was zu runden bis ovalen, schlecht abgegrenzten, entzündlichen – ebenfalls häufig später haarlosen – Stellen führt. Im Gegensatz zum oberflächlichen "Hot spot", bei der die Selbsttraumatisierung durch Kratzen, Beißen und Lecken ursächlich im Vordergrund steht, spielen bei der Entstehung des tiefen "Hot spot" Bakterien – meistens Staphylokokken – eine zentrale Rolle. In der Regel findet man im äußeren Bereich der betroffenen Stellen auch Bläschen/Knötchen (Papeln) sowie Krusten. Es liegt meistens kein oder nur wenig Juckreiz vor, dafür schmerzt die Stelle deutlich bis stark und ist zudem aufliegend und verdickt.

Auch der tiefe "Hot spot" nässt (exsudiert) und riecht oft unangenehm. Er zeigt häufig eine rötlich-fleischige Färbung.  

Ursachen und Auslöser

Es gibt zahlreiche Faktoren und Auslöser, die an der Entstehung von "Hot spots" beteiligt sein können bzw. diese begünstigen:

  1. Verminderte Belüftung der Haut bei langhaarigen Hunden, insbesondere in warmen Jahreszeiten im Zusammenhang mit höheren Temperaturen und Feuchtigkeit z. B. durch vermehrtes Schwimmen und demgemäß lange Trocknungszeiten.
  2. Ektoparasiten wie Flöhe, Milben und Zecken, die eine allergische Reaktion an der Haut auslösen. Z. B. kann eine Flohspeichelallergie insbesondere an Rücken und Kruppe des Hundes die Bildung von "Hot spots" begünstigen.
  3. Krankhafte bzw. entzündliche Prozesse, die in der Nähe des "Hot spot" bestehen. So fördert z. B. eine bestehende Ohrenentzündung (Otitis) das Auftreten von "Hot spots" im Kopf- oder Backenbereich oder eine Analbeutelentzündung "Hot Spots“ an Kruppe, Oberschenkeln oder Rute des Hundes.
  4. Reizungen und/oder Verletzungen durch Fremdkörper, Reste von Medikamenten, chemischen Antiparasitika oder Shampoos sowie durch Kontaktgifte wie Spritzmittel oder andere Chemikalien.
  5. Mangelhafte Pflege und Hygiene, besonders bei langhaarigen Hunden, und Plattenverfilzungen im Fell.
  6. Bestehende Stoffwechselprobleme, insbesondere Leber- und Nierenstörungen.
  7. Abwehrschwäche: ein geschwächtes Immunsystem begünstigt allergische Reaktionen auf Parasiten und andere Reizungen.

Welche Hunde sind besonders anfällig (prädisponiert)?

Zu den prädisponierten Rassen zählen offiziell Labrador, Golden Retriever, Neufundländer, Deutscher Schäferhund, Bobtail, Collie und Bernhardiner. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass grundsätzlich bei jedem Hund ein "Hot spot" auftreten kann – auch bei einem kurzhaarigen.

Welche Rolle spielen Stoffwechsel und Immunsystem?

Ob ein Hund zu Hautproblemen neigt oder nicht, hängt entscheidend davon ab, wie gut die Abwehrkräfte seiner Haut aufgestellt sind. Damit er sowohl auf Bakterienbefall als auch auf kleine Verletzungen bzw. Reizungen angemessen reagieren kann, benötigt er einen gesunden Stoffwechsel und ein starkes Immunsystem.

Die gesunde Haut beherbergt an ihrer Oberfläche eine Vielzahl an Bakterien (Staphylokokken, Mikrokokken, Streptokokken etc.),darunter zeitweise sogar gefürchtete wie Pseudomonas oder E. coli. Dies ist normal und von der Natur so vorgesehen. Der gesunde Organismus kann diesen Bakterienbesatz in einem natürlichen Gleichgewicht halten. So kann er die Haut vor krankhaften Veränderungen schützen und heilt Verletzungen bzw. entschärft Reizungen. Das Risiko der Entstehung eines "Hot spots" wird dadurch minimiert.

Für die Entwicklung und Bereitstellung eines gesunden Hautmilieus sind insbesondere Leber und Nieren verantwortlich. Arbeiten diese Stoffwechselorgane gut, kann das Gleichgewicht des Bakterienbesatzes der Haut gehalten und einem übermäßigem Bakterienbefall bzw. einem Bakterienangriff getrotzt werden. Ähnliches gilt für den Befall mit Ektoparasiten wie Flöhen, Milben und Zecken. Hunde mit einem gesunden Hautmilieu haben deutlich weniger bis keine Probleme mit diesen lästigen Gästen.

Auch das Immunsystem spielt eine wichtige Rolle, wenn es um das Auftreten oder Nichtauftreten von "Hot spots" geht. Ist das Immunsystem stark, sinkt die Neigung zu allergischen Reaktionen wie z. B. auf Flohspeichel. Der Organismus ist dann ebenfalls besser in der Lage, auf Fremdkörper, Kontaktgifte, Schmutz etc. angemessen zu reagieren und die richtigen Schritte einzuleiten. Hierdurch wird eine allergische oder unangemessene Reaktion verhindert.

Die Stärkung von Stoffwechsel und Immunsystem bei Hunden, die zu "Hot spots" neigen, ist darum sehr wichtig und zudem neben einer angemessenen Pflege und Hygiene die beste Prophylaxe.

Was tun bei akutem "Hot spot"?

Wenn der Hund einen akuten "Hot spot" entwickelt, wird wohl jeder Besitzer aufgrund der Heftigkeit der Symptome schnellstmöglich einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufsuchen. Nicht nur die Plötzlichkeit des Auftretens eines "Hot spots", sondern auch der starke Juckreiz bzw. die rasante Entwicklung der Symptome beunruhigen in der Regel Hund und Hundebesitzer gleichermaßen. Die Diagnose, welche Art von "Hot spot" vorliegt, wird dann die jeweilige Therapie nach sich ziehen. Unterstützend sollte man auch die unter "Was kann man prophylaktisch tun?" aufgeführten Maßnahmen einleiten.

Was kann man prophylaktisch tun?

Neigt ein Hund zu häufig wiederkehrenden (rezidivierenden) "Hot spots" oder möchte man vorbeugende Maßnahmen ergreifen, empfehlen wir eine Dreifachprophylaxe in den Bereichen Pflege, Haltung und Fütterung.

Prophylaxe: Pflege

  1. An erster Stelle steht hier eine besonders gute Fellpflege und angemessene Hygiene, insbesondere bei langhaarigen Hunden. Bei manchen Hunden hat sich das Kürzen, Scheren, Carding oder Trimmen des Fells im Sommer bewährt. Im Zweifel sollte man sich von einem Fachmann beraten oder unterstützen lassen, denn viele nützliche Tipps erhält man nicht aus Büchern oder dem Internet, sondern nur von erfahrenen Profis. Um jeder Rasse und jedem Mischling pflegegerecht zu werden, ist ein persönlicher Kontakt vor Ort oft von großem Vorteil.
  2. Kontrollieren Sie Haut und Fell Ihres Hundes in regelmäßigen Abständen, um frühzeitig erste Anzeichen erkennen und reagieren zu können. Wenn Ihr Hund Probleme mit Ohren- oder Analbeutelentzündungen hat, sind besondere Sorgfalt und Hygiene in den angrenzenden Körperbereichen geboten.
  3. Legen Sie Wert auf eine gute Parasitenabwehr. Wir empfehlen, nicht auf chemische Präparate zu setzen, die durch ihre Nebenwirkungen Stoffwechsel und Immunsystem belasten. Verwenden Sie nebenwirkungsfreie natürliche Pflegeprodukte. Marengo bietet Ihnen hierfür ein kleines, sehr wirksames und bewährtes Pflegesortiment.

Prophylaxe: Haltung

  1. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund nicht über gespritzte oder gegüllte Felder läuft. Chemikalien oder Gülle sind in der Regel giftig bis stark reizend. Hier besteht nicht nur die Gefahr einer direkten Hautreizung als Kontaktgift.
    Es kann ebenfalls durch die Aufnahme der Gifte über das Maul z. B. bei der Selbstpflege des Hundes zu einer Stoffwechselbelastung kommen. Auch dies kann als Folge einen "Hot Spot" nach sich ziehen.
  2. Verwenden Sie keine chemischen Reinigungs- oder Waschmittel, die die Haut Ihres Hundes unnötig reizen könnten.
  3. Weitere Tipps zur Prophylaxe finden Sie auf unserer Downloadseite unter "Checkliste Allergie und Hautprobleme".

Prophylaxe: Fütterung

Unabhängig davon, ob ein Hund unter einem akuten "Hot spot" leidet, er zu Rezidiven (Wiederauftreten) neigt oder ob eine generelle Prophylaxe gewünscht wird, stehen bei der Fütterung zwei Aspekte im Fokus: der Stoffwechsel und das Immunsystem des Hundes.

  1. Stoffwechsel
    Die Entlastung des Stoffwechsels fördert eine gesunde Leber- und Nierentätigkeit, wodurch das Hautmilieu des Hundes besser im Gleichgewicht gehalten werden kann. Ein gesundes Hautmilieu senkt das Risiko von "Hot spots".
    Alle Marengo Futtersorten sind auf Basis hochwertiger Zutaten frei von allen synthetischen Zusatzstoffen und somit besonders stoffwechselfreundlich. Darum unterstützt die Fütterung von Marengo ein gesundes Hautmilieu bzw. kann bei schon bestehenden Hautproblemen die Regeneration der Haut fördern.
  1. Immunsystem
    Ein stabiles Immunsystem vermindert das Risiko von allergischen Reaktionen, die ebenfalls ursächlich für einen "Hot spot" sein können.
    Der Darm spielt als Hauptsitz des Immunsystems eine entscheidende Rolle. Um das Immunsystem nachhaltig zu stärken, sollte das Futter den Aufbau einer gesunden und breit angelegten Darmflora fördern. Nur so ist der Hund in der Lage, ein kräftiges Immunsystem zu entwickeln. Alle Marengo Futtersorten unterstützen aufgrund der hochwertigen und vielfältigen Zutaten ohne synthetische Zusatzstoffe ein optimales Darmmilieu. Darum haben sie sich im Zusammenhang mit Allergien und Hautproblemen schon seit Jahren bestens bewährt.

Sollten bei einem Hund, der akut unter einem "Hot spot" leidet oder zu Rezidiven neigt, bereits Stoffwechselprobleme diagnostiziert worden sein, empfehlen wir abhängig von der Diagnose auf die Marengo Leber- oder Nierendiät zurückzugreifen. Bei Hunden mit Allergie oder allergischer Neigung empfehlen wir die Marengo 63-Tage-Diät.